VERKEHRSSICHERHEIT
🚨 Was du in einem Notfall tun solltest
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Bringe dich zuerst selbst in Sicherheit.
Das bedeutet: Wenn nötig, sichere die Unfallstelle, damit niemand anderes verletzt wird.
Dann befolge diese Schritte:
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Wenn erforderlich, leiste lebensrettende Erste Hilfe und rufe 112 an:
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Wo ist der Notfall?
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Was ist passiert?
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Wer ruft an?
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Bleib am Telefon und warte auf mögliche Rückfragen.
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Hilf weiter, bis der Rettungsdienst eintrifft, und achte darauf, dass die Retter den Ort leicht finden können – zum Beispiel, wenn die Hausnummer schwer zu sehen ist, schick jemanden, um sie zu leiten.
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Die genaue Reihenfolge der Maßnahmen kann je nach Situation unterschiedlich sein – tu also das, was in dem Moment am meisten Sinn ergibt.
Du solltest so früh wie möglich Hilfe rufen. Bei einem Verkehrsunfall sichere jedoch zuerst die Unfallstelle und bring verletzte Personen aus der Gefahrenzone, um weitere Verletzungen zu verhindern, bevor du 112 anrufst.
Manchmal kann es nötig sein, dass du sofort mit der Hilfe oder Stabilisierung einer Person beginnst, bevor du den Notruf absetzt.
Wenn andere Menschen anwesend sind, bitte um Unterstützung und teile die Aufgaben auf – zum Beispiel: Bitte jemanden, 112 anzurufen, während du mit der Ersten Hilfe beginnst.
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🚨 Im Detail:
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1. Sicherheit geht vor
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Bringe dich selbst und – wenn möglich – andere aus der Gefahrenzone. Bitte eventuelle Zeugen, am Unfallort zu bleiben.
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Wenn du im Auto bist: Schalte die Warnblinkanlage ein, zieh eine Warnweste an und stell ein Warndreieck auf.
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2. Hilfe leisten
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Leiste Erste Hilfe! Beginne mit den ersten Maßnahmen, um die Person zu stabilisieren, bevor du den Notruf absetzt. Wenn du unsicher bist, frag Umstehende, ob sie helfen können.
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Du erreichst Rettungsdienst und Feuerwehr überall in Europa über die Nummer 112. Die Nummer funktioniert ohne SIM-Karte, ohne Guthaben und sogar bei gesperrtem Handy.
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3. Musst du die Polizei rufen?
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Wann du in Deutschland die Polizei (unter Tel. 110) zum Unfall rufen solltest:
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Es gibt verletzte Personen
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Es liegt größerer Sachschaden vor
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Es gibt keine Einigung zwischen den Beteiligten
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Der andere Fahrer verlässt den Unfallort unerlaubt (Fahrerflucht)
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Ein Fahrzeug mit außereuropäischem Kennzeichen ist beteiligt und hat keinen Versicherungsnachweis (z. B. keine grüne Versicherungskarte)
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4. Dokumentieren – Eigene Beweise sichern
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Notiere die Kontaktdaten aller Beteiligten und möglicher Zeugen.
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Schreib die Adressen der Zeugen auf.
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Mach Fotos von der Unfallstelle – eine Übersicht und aus der Perspektive jedes Fahrzeugs, inklusive Bremsspuren und Fahrzeugschäden.
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Fotografiere auch Orientierungspunkte wie Laternen, Verkehrsschilder usw.
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Achte dabei unbedingt auf den fließenden Verkehr!
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Bei geringem Schaden: Räum die Unfallstelle so schnell wie möglich, indem du die Fahrzeuge an den Straßenrand fährst.
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5. Kontaktdaten mit der anderen Partei austauschen
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Tausche persönliche Kontaktdaten, ggf. Arbeitgeberinformationen (bei Dienstfahrten) sowie Versicherungsdaten aus.
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Alle Beteiligten sollten gemeinsam das Unfallprotokoll ausfüllen. Am besten hast du immer ein leeres Formular im Handschuhfach.
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Du hast dieses Dokument bereits per Post erhalten. Es ist sinnvoll, es im Auto oder in der Brieftasche (beim Radfahren) mitzuführen, damit du es im Notfall griffbereit hast.
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Falls du es verlierst, kannst du es jederzeit über den untenstehenden Link erneut herunterladen – beachte jedoch, dass der Link nur zur Vorbereitung dient, nicht zur Nutzung während des Unfalls.
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Das Formular ist kostenlos in jeder ADAC-Geschäftsstelle oder als PDF-Download hier erhältlich.
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Das Unfallprotokoll ist kein Schuldeingeständnis, sondern dient der Dokumentation des Unfallhergangs, um eine mögliche Schadenregulierung zu beschleunigen!
